Im Interview spricht Manuela Ripa über den Einfluss von Erasmus+ auf ihren Werdegang und darüber, warum Austauschprogramme für die Zukunft Europas wichtiger sind denn je.
Ein Auslandsaufenthalt ist weit mehr als nur ein Pluspunkt im Lebenslauf. (...) Er schenkt wertvolle Lebenserfahrung, fördert die Selbstständigkeit und eröffnet neue Perspektiven auf die Welt und auf sich selbst.
Heute setzt sich Ripa auf europäischer Ebene insbesondere für Bildung, nachhaltige Entwicklung und europäische Zusammenarbeit ein. Als Mitglied des CULT-Ausschusses, dem Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, ist sie eine wichtige Vertreterin der Interessen von Hochschulen und Studierenden – insbesondere im Hinblick auf Erasmus+ und die Verhandlungen zum Haushalt 2028-2034.
Meiner Meinung nach leistet Erasmus+ einen sehr wichtigen Beitrag zur europäischen Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Manuela Ripa (MdEP) hat schon früh einen europäischen Lebensweg eingeschlagen. Bereits nach ihrem Abitur absolvierte sie ein einjähriges Sprachstudium in London und Oxford. Anschließend studierte sie an der Universität des Saarlandes Rechtswissenschaften mit den Wahlfächern Europarecht, Völkerrecht und Recht der Internationalen Organisationen. Während ihres Studiums war sie über Erasmus für einen Auslandsaufenthalt an der Università degli studi di Bologna.
Nach erfolgreichem Abschluss zur Volljuristin arbeitete die Deutsch-Italienerin in der Staatskanzlei NRW im Referat „Internationale Beziehungen“. Es folgten Tätigkeiten bei der EU-Kommission und im Europäischen Parlament in Brüssel sowie als persönliche Referentin des Bundesgesundheitsministers in Berlin. Anschließend war sie im Team der Vertretung des Saarlandes bei der EU wieder in Brüssel tätig. Seit Juli 2020 vertritt Ripa die Ökologisch-Demokratische Partei im Europäischen Parlament und gehört dort der EVP-Fraktion an. In der laufenden Legislaturperiode ist sie Mitglied im Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT).