Das Beispiel der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Wie das Format für einen nachhaltigen Ausbau von Netzwerken und Partnerschaften eingesetzt werden kann, zeigt das praktische Beispiel der Universität Jena mit dem BIP im Rahmen der Coimbra Group Master Initiative in Peace and Conflict Studies. Bei der Initiative handelt es sich um ein Programm, das den Austausch und die garantierte Anrechnung von den an der Gasthochschule erbrachten Leistungen fördern soll. Das erste BIP fand im März 2023 statt, das zweite soll im Frühjahr 2024 folgen. Geplant ist, jedes Jahr ein BIP durchzuführen, jeweils an einem anderen Standort und mit einem anderen Themenschwerpunkt.
«Das neue Format ermöglicht es, mit geringerem Aufwand international und inhaltlich mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten», unterstreicht Anne Poser, die an der Universität Jena federführend für die Koordination dieses BIPs zuständig ist. Damit könnten, wie die im Frühjahr durchgeführte Veranstaltung zur Zusammenarbeit der Coimbra Group zeigte, die Beziehungen unter den Universitäten als auch das Netzwerk insgesamt gestärkt werden. Wichtig sei dabei, die Zielgruppen und formellen Bedingungen genau im Blick zu behalten, denn sie seien für den Erfolg verantwortlich. So sei zu berücksichtigen, so Poser, ob das BIP im Curriculum verankert werden könne und worin der Mehrwert für die Teilnehmenden zum Beispiel durch interkulturelle und interdisziplinäre Perspektiven begründet liege.
Anne Poser erhofft sich durch die kurzzeitigen Aufenthalte ein erhöhtes Interesse an einem späteren und dann auch längeren Gastaufenthalt an ihrer Hochschule. Die Programme hätten das Potenzial, mehr internationale Studierende und Forschende nach Deutschland zu bringen, zeigt sie sich überzeugt. Zudem finde durch das Rotieren der BIPs eine regelmäßige Zusammenarbeit der Lehrenden statt, die dann in anderen Bereichen, zum Beispiel in der Forschung, ausgebaut werden könne und so zu einer nachhaltigen Internationalisierung der verschiedenen Institute und des Lehrangebots führe.