Erasmus+ weltweit ist für die Internationalisierung von hoher strategischer Bedeutung – Teil 3

Videoreihe mit Statements zu 10 Jahren Förderlinie KA171
Spektrum
Lesezeit: 3 min
Text: Marco Stenzel

Erasmus+ über alle Grenzen hinweg: Im Jahr 2025 feierte die Förderlinie „Erasmus+ Mobilität mit Partnerländern“ (KA171) ihr zehnjähriges Jubiläum (lesen Sie dazu auch unseren Artikel 10 Jahre Erasmus+ weltweit – gemeinsam lernen und lehren). Die Förderlinie, im internationalen Kontext auch „International Credit Mobili­ty“ (ICM) genannt, ermöglicht die weltweite Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal. Damit hat sich Erasmus+ zu einer weltweiten Erfolgsgeschichte weiterentwickelt. 

Struktureller Mehrwert für alle Beteiligten

Welche bedeutende Rolle die „International Credit Mobility“ für die deutschen Hochschulen spielt, zeigen im Folgenden die Aussagen von engagierten Erasmus+ Hochschulkoordinatorinnen und -koordinatoren aus dem Herbst 2025, die wir anlässlich des Jubiläums eingeholt haben. 

Im abschließenden dritten Teil der Serie erfahren Sie, mit welchen Partnerländern die Hochschulen aufgrund von ICM intensiver zusammenarbeiten, welche besonderen Erlebnisse die Protagonistinnen und Protagonisten mit der Förderlinie verbinden, welchen Nutzen ihre Partnerhochschulen aus der Zusammenarbeit ziehen und was diese Förderung für die Internationalisierungsstrategie ihrer Hochschule bedeutet. 

Über folgende Links gelangen Sie zum ersten Teil und zum zweiten Teil der Serie.

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Weitere Stimmen von Hochschulangehörigen

Mit welchen Partnerländern arbeiten Sie aufgrund von Erasmus+ intensiver zusammen?

„Nach Einführung der Programmlinie wurden zunächst langjährige Partner in Osteuropa und Zentralasien sowie Partner der Balkanländer in die Erasmus+ Aktivitäten eingebunden, was zu einer Ausweitung vieler Kooperationen, zum Beispiel in der Ukraine, Usbekistan und Bosnien-Herzegowina, geführt hat. Darauffolgend weitete die HSWT ihren regionalen Fokus in KA171 auf Südostasien und insbesondere auf Länder des afrikanischen Kontinents aus. So konnten wichtige Kooperationen mit Hochschulen in Thailand, Uganda und Kenia aufgebaut und intensiviert werden.“ 

Michaela Ring - Koordination Mobilität von Einzelpersonen - KA131, Koordination Mobilität von Einzelpersonen mit Partnerländern - KA171, International Office, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)

Nach Einführung der Programmlinie wurden zunächst langjährige Partner in Osteuropa und Zentralasien sowie Partner der Balkanländer in die Erasmus+ Aktivitäten eingebunden, was zu einer Ausweitung vieler Kooperationen, zum Beispiel in der Ukraine, Usbekistan und Bosnien-Herzegowina, geführt hat.
Michaela Ring, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

„Zurzeit kann die Universität Kassel insgesamt 40 Partnerschaften in 21 – größtenteils außereuropäischen – Ländern und sieben Weltregionen pflegen. Im Rahmen von KA171 war die Zusammenarbeit besonders intensiv mit Indien, der Region Nahost und Nordafrika, Subsahara-Afrika und Südostasien sowie mit Bosnien und Herzegowina.“ 

Dr. Randolf Oberschmidt - Referat Internationalisierung und Internationale Kooperationen, Universität Kassel

Im Rahmen von KA171 war die Zusammenarbeit besonders intensiv mit Indien, der Region Nahost und Nordafrika, Subsahara-Afrika und Südostasien sowie mit Bosnien und Herzegowina.
Dr. Randolf Oberschmidt, Universität Kassel

Welches besondere Erlebnis verbinden Sie mit der Förderlinie?

Bei einer der ersten Tagungen der Förderlinie 2015 in Dubrovnik lernte ich eine Professorin für Finanzwirtschaft aus Banjaluka in Bosnien-Herzegowina kennen. Noch im November 2015 kam sie als „Teaching Staff“ an die HWG Ludwigshafen. Abgesehen von der Pandemiezeit lehrt sie seitdem jedes Semester an der HWG einen European-Finance-Kurs und ist über die zehn Jahre für das gesamte International-Office-Team eine echte Freundin geworden.“

Kerstin Gallenstein - Koordination Mobilität von Einzelpersonen - KA131, Koordination Mobilität von Einzelpersonen mit Partnerländern - KA171, International Affairs, Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU)

Bei einer der ersten Tagungen der Förderlinie 2015 in Dubrovnik lernte ich eine Professorin für Finanzwirtschaft aus Banjaluka in Bosnien-Herzegowina kennen. Noch im November 2015 kam sie als „Teaching Staff“ an die HWG Ludwigshafen. (...) Seitdem lehrt sie jedes Semester an der HWG einen European Finance-Kurs.
Kerstin Gallenstein, Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen

Inwiefern äußern sich Ihre Partnerhochschulen über die Zusammenarbeit?

„Von den Hochschulen in den Partnerländern kommt ausschließlich positives Feedback, in einigen Regionen sind Kolleginnen und Kollegen in den internationalen Bereichen auch schlichtweg dankbar.“

Kerstin Gallenstein - Koordination Mobilität von Einzelpersonen - KA131, Koordination Mobilität von Einzelpersonen mit Partnerländern - KA171, International Affairs, Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU)

Wie messen Sie den Erfolg oder die Wirkung der KA171-Förderung im Kontext Ihrer Hochschule?

„Die Freie Universität Berlin misst den Erfolg von Erasmus+ KA171 nicht allein an Mittelvolumen oder Mobilitätszahlen, sondern am strukturellen Mehrwert für alle Beteiligten. Neben quantitativen Indikatoren – wie zuletzt einer Förderzusage von knapp zwei Millionen Euro und über 80 aktiven Partnerschaften in mehr als 40 Ländern und zehn Regionen – stehen qualitative Effekte im Vordergrund: neue Kooperationsinitiativen, gemeinsame Drittmittelanträge, nachhaltige Netzwerke und institutionelles Lernen.

Durch die Einbindung aller Hochschulgruppen in die Internationalisierung und die Kombination von Studien-, Lehr- und Trainingsmobilitäten entsteht ein ganzheitlicher Internationalisierungseffekt, der über individuelle Mobilitätserfahrungen hinausreicht. KA171 trägt somit nicht nur zur akademischen Weiterentwicklung Einzelner bei, sondern stärkt die globale Handlungsfähigkeit unserer Universität und ihrer Partnerinstitutionen nachhaltig.“

Stefanie Ritter - Koordination Mobilität von Einzelpersonen mit Partnerländern - KA171, Abteilung Internationales, Freie Universität Berlin (FU Berlin)

KA171 trägt nicht nur zur akademischen Weiterentwicklung Einzelner bei, sondern stärkt die globale Handlungsfähigkeit unserer Universität und ihrer Partnerinstitutionen nachhaltig.
Stefanie Ritter, Freie Universität Berlin